iTunes hin oder her, das attraktivste Downloadportal für Musik ist momentan meiner Meinung nach ohne Zweifel Napster. Für unter 10 Euro im Monat erhält man dort legal unbegrenzten Zugriff auf über 2 Millionen Titel in einwandfreier Tonqualität. 'All you can hear' sozusagen. - Wer denk da noch ans Essen? Der Unterschied zu iTunes und Co. besteht darin, dass die Musik nur gemietet ist und nicht in den virtuellen Besitz des Kunden übergeht. Nach Ablauf des Abos ist also Schicht im Schacht. - Ein Hoch auf das Digital Rights Management. Aber mal ehrlich: Wer würde ein solches Abo schon freiwillig kündigen? Für ingesamt € 14,95 monatlich lassen sich die Titel zudem auf bis zu 3 digitale Abspielgeräte übertragen. Durch die Kooperation mit EMI ist das Archiv vor kurzem auf eine beachtliche Größe angewachsen. Die Suche spuckt nahezu zu jedem Begriff irgendetwas aus. Nicht selten entdecke ich auf meinen Streifzügen durch Napster mir zuvor unbekannte und gelegentlich auch zugleich wohlklingende Töne, von denen ich wohl sonst nie erfahren hätte. Dennoch scheint Napster bisher unter den Windows Mobile-Anwendern weder besonders bekannt noch beliebt zu sein. Möglicherweise hängt es damit zusammen, dass in der Kompatibilitätsliste bislang nur einige wenige MP3-Player sowie PDAs mit Palm-Betriebssystem geführt werden, mit denen der Windows Mobile-User im Allgemeinen so gar nichts anfangen kann. Doch auch die mobile Ausgabe des Windows Media Players kommt in Version 10, wie sie mit Windows Mobile 5 ausgeliefert wird, hevorragend mit dem "Janus" getauften DRM-Schutz aus Redmond klar. Wie man im Einzelnen vorgeht, um von der nahezu unerschöpflichen Musikvielfalt auf dem Pocket PC (oder Smartphone) Gebrauch zu machen, beschreibe ich im folgenden Artikel.

Nach dem Start sucht Napster automatisch nach angechlossenen Mediengeräten.
Die Verbindung mit dem Pocket PC sollte daher bereits bestehen.

Der erste Treffer: Napster findet in der Regel zunächst den internen Speicher des Pocket PCs.
Dies würde jedoch wenig Sinn machen, da der RAM der meisten PDAs nur für einige wenige Titel ausreicht.

Jetzt hat Napster auch die eingesteckte Speicherkarte erkannt.
Diese Player-Kooperation macht Sinn, daher bestätigen wir das Fenster mit ok.

"I'm the operator with my pocket calculator" - Ein Rechtsklick auf den/die gewünschten Titel genügt, um die Übertragung direkt auf den Pocket PC zu starten.

Das Endresultat - An dieser Stelle müssen wir uns das Cover leider dazudenken. Alernativ kann es manuell oder über den Windows Media Player am PC ergänzt werden.
Im Großen und Ganzen ist die Napster TO GO-Flatrate eine runde Sache, die ich bedenkenlos weiterempfehlen kann. Der Preis von € 14,95 monatlich ist angesichts der gigantischen Auswahl angemessen. In Punkto Aktualität gibt es auch nichts auszusetzen: Freitag für Freitag werden die jeweiligen Neuerscheinungen in das Sortiment aufgenommen.
Im Netz schwirren übrigens einige Promocodes umher, mit denen die Flat risikolos einen vollen Monat getestet werden kann. Ergänzend habe das im Test eingesetzte Zubehör in die Rubrik Schnäppchen aufgenommen. Zum einen ist das eine sehr günstige miniSD-Karte mit 2 GB Kapazität der Marke Platinum und zum anderen Kopfhörer aus dem Hause Koss in Kombination mit einem 2,5 auf 3,5-mm-Klinke-Adapter von Hama. Alles selbst bezahlt! ;-)